Auf der Spur der Wanderhändler

Der Töddenland-Radweg erhält vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) die Auszeichnung als ADFC-Qualitätsradroute mit drei von fünf möglichen Sternen. Dr. Thomas Rommelspacher, stellvertretender Landesvorsitzender des ADFC Nordrhein-Westfalen, übergab die Urkunde heute in Ibbenbüren an Ullrich Hockenbrinck, Vorsitzender der LAG Tecklenburger Land. Auf insgesamt 121 Kilometern führt der gut ausgeschilderte Rundkurs auf den Spuren der Tödden durch das nordrhein-westfälische Tecklenburger Land und das südliche Emsland in Niedersachsen – beide Regionen bilden gemeinsam das historische Töddenland. Als wandernde Händler reisten die Tödden nach dem Dreißigjährigen Krieg bis nach England und Riga. Sie begannen mit dem Leinenhandel, später kamen Garne, weitere Stoffe und Metallwaren hinzu. Sie prägten ihre Region durch Traditionen und Werte sowie durch Gebäude, Orte und Wirtschaftsunternehmen, aus denen einige Modehausketten entstanden. Der Routenprüfer des ADFC lobte den Töddenland-Radweg vor allem bei der Wegweisung und touristischen Infrastruktur durch zwei Bundesländer. Auch den Internetauftritt mit Hintergrundinformationen zu den „Tödden“ hob er hervor. Grundlage für die ADFC-Klassifizierung ist ein bundesweit einheitlicher Prüfkatalog. Dabei spielen Wegweisung, Oberfläche und Sicherheit des Radfernwegs, aber auch Serviceleistungen entlang der Strecke, wie Bett+Bike-Gastbetriebe und Gastronomie eine Rolle. Die geschulten Routenprüfer begutachten die Routen Kilometer für Kilometer vor Ort – und immer aus Sicht der Radtouristen. Mehr Informationen zum Töddenland-Radweg gibt es auf www.toeddenland-radweg.de. Auf www.adfc.de/sternerouten sind die detaillierten Ergebnisse der Befahrung nachzulesen.